Kommentar zum Leserbrief von Günter Beyer aus Stephanskirchen.

OVB 10.3.18 Leserbrief Zusätzliche Verkehrslasten für das Inntal

Den Lebensraum im Inntal mit seiner Natur und den Menschen zu erhalten, und verkehrspolitisch zu entwickeln, ist doch die Herausforderung. Schon längst hätte die Verkehrspolitik für eine Reduktion des Lkw Verkehrs (jährlich 2,25 Millionen LKWs durch das Inntal) sorgen müssen. Dies ist jedoch nicht geschehen. Die Belastungen für die Menschen und die Natur im Inntal sind deutlich spürbar. Es geht doch jetzt darum tragfähige und nachhaltige Projekte für die Zukunft zu konzipieren um den verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden. Als eine mögliche Lösung für die Zukunft wurde von der Verkehrspolitik eine neue Bahntrasse durch das Inntal vorgeschlagen. Aus meiner Sicht ist es nur legitim die Tragfähigkeit eines solchen Projektes zu überprüfen. Inwieweit sich Herr Beyer mit dieser Thematik auseinandergesetzt hat ist mir nicht bekannt. Ich weiß sehr wohl das sich die Bürgerinitiativen im Inntal intensiv mit den vorgeschlagenen Verkehrskonzepten auseinandersetzen. Hierbei wurde eine Expertise erreicht mit der man sehr gut in die politische Diskussion einsteigen kann. Insbesondere was den Schienenverkehr betrifft, wurden in den letzten Jahrzehnten schwere Fehler in dessen Entwicklung gemacht. So liegt heute der Marktanteil des Schienengüterverkehrs bei gerade mal knapp über 20 %. Ebenso zeigt die Förderung aus Bundesmitteln einen deutlich geringeren Anteil als in den Nachbarländern Österreich und Schweiz. So wird man keine LKWs von der Straße auf die Schiene bekommen. Zur neuen geplanten Bahntrasse ist festzustellen dass es keine belastbaren Bedarfszahlen gibt, die Kriterien zur Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan nicht erfüllt wurden, und der sogenannte Planungsdialog von vielen Teilnehmern nicht als wirkliche Beteiligung verstanden wird. Brenner Nordzulauf_ Politischer Wille_Verkehrspolitik_Planung_ Bedarf_NKA_DB Netz
Unter diesen Voraussetzungen verstehe ich nicht dass Herr Günter Beyer den Bürgerinitiativen so negativ gegenübersteht. Es geht schließlich um den gemeinsamen Lebensraum Inntal und nicht um lokale Präferenzen. Neue verkehrspolitische Konzepte müssen zu einer Reduktion des Lkw Verkehrs durch das Inntal führen. Aus meiner Sicht ist es zu begrüßen dass die Bürger, die Verkehrspolitik differenziert hinterfragen, ob es tatsächlich zu einer Verbesserung im Inntal führt.

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