{"id":204,"date":"2018-10-20T10:04:03","date_gmt":"2018-10-20T08:04:03","guid":{"rendered":"http:\/\/schreiber-uli.de\/Blog_Inntal\/?p=204"},"modified":"2018-10-21T09:24:16","modified_gmt":"2018-10-21T07:24:16","slug":"db-und-oebb-werden-es-zusammen-nicht-schaffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schreiber-uli.de\/Blog_Inntal\/db-und-oebb-werden-es-zusammen-nicht-schaffen\/","title":{"rendered":"DB und \u00d6BB werden es zusammen nicht schaffen !"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-205\" src=\"http:\/\/schreiber-uli.de\/Blog_Inntal\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Meinbezirk_at_18.10.18-300x241.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/schreiber-uli.de\/Blog_Inntal\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Meinbezirk_at_18.10.18-300x241.jpg 300w, https:\/\/schreiber-uli.de\/Blog_Inntal\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Meinbezirk_at_18.10.18-768x617.jpg 768w, https:\/\/schreiber-uli.de\/Blog_Inntal\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Meinbezirk_at_18.10.18.jpg 979w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Zum Bericht Meinbezirk.at Kufstein vom 18.10.18.<\/p>\n<p>DB &amp; \u00d6BB: &#8222;Wir k\u00f6nnen das BBT-Zulauf-Projekt nur gemeinsam weiterbringen&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der durch DB und \u00d6BB geplante Brenner -Nordzulauf mit einer Hochgeschwindigkeitstrasse durch das bayerische Inntal ist nicht notwendig.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich glaubt die DB und \u00d6BB mit der Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplanes w\u00e4re der Bedarf des Brenner-Nordzulaufes eindeutig nachgewiesen. Dies mag formal richtig sein, ist jedoch inhaltlich v\u00f6llig falsch. Die Bewertung des Plan Falls 36 (Rosenheim Kiefersfelden) zum Bedarfsnachweis, ist fehlerhaft und hat mit der Realit\u00e4t nichts zu tun. Dies belegt eine Studie von Vieregg und R\u00f6ssler aus dem Jahr 2014 die den Zugbedarf \u00fcberpr\u00fcft.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.vr-transport.de\/archiv\/VR-Inntal-VBericht020914.pdf\">http:\/\/www.vr-transport.de\/archiv\/VR-Inntal-VBericht020914.pdf<\/a><\/p>\n<p>Des Weiteren wurden Kriterien zur Aufnahme des Projektes in den Bundesverkehrswegeplan nicht erf\u00fcllt. Es gibt kein plausibles Nutzen Kosten Verh\u00e4ltnis ebenso fehlt eine Pr\u00fcfung der Umweltvertr\u00e4glichkeit. Die Aufnahme des Projektes in den Bundesverkehrswegeplan (vordringlicher Bedarf) ist nicht gerechtfertigt. Diese Tatsache wird von verantwortlichen Planern der Bahn Thorsten Gruber und Martin Gradnitzer ignoriert.<\/p>\n<p>Immer wieder werden von Herrn Gruber 400 Z\u00fcge ins Spiel gebracht. Hiermit versucht Herr Gruber ein Engpassszenario zu suggerieren. Die 400 Z\u00fcge sind ein reines Planspiel, niemand wei\u00df ob diese Zugzahlen je erreicht werden. Eine 10 Jahres Betrachtung des G\u00fcterverkehrs im Alpentransit zeigt dass das Transportaufkommen an den meisten Alpen\u00fcberg\u00e4ngen nicht den Stand vor der Wirtschaftskrise 2008\/2009 erreicht hat.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.imonitraf.eu\/DesktopModules\/ViewDocument.aspx?DocumentID=fqk2jWTCaHk=\">http:\/\/www.imonitraf.eu\/DesktopModules\/ViewDocument.aspx?DocumentID=fqk2jWTCaHk=<\/a><\/p>\n<p>DB und \u00d6BB mit Torsten Gruber und Martin Gradnitzer m\u00f6chten nat\u00fcrlich ein so prestigetr\u00e4chtiges Infrastrukturprojekte wie den Brenner Nordzulauf unbedingt umsetzen. Die Frage ob das Projekt einen Nutzen f\u00fcr das Inntal in Bayern und Tirol bringt wird er hierbei nicht gestellt. Der Nachweis ob mit einer neuen Trasse tats\u00e4chlich Stra\u00dfenverkehr auf die Schiene verlagert wird fehlt.<\/p>\n<p>Diese Verlagerung h\u00e4tte vor Jahren durchgef\u00fchrt werden m\u00fcssen um die Brennerroute zu entlasten. Verschiedene Gremien und Arbeitsgruppen der Alpenregion auch unter Federf\u00fchrung \u00d6sterreichs waren bisher nicht in der Lage den Transitverkehr gerecht zu verteilen. Stattdessen ist der Verkehr auf der Brennerroute ins unertr\u00e4gliche gestiegen. Alle politischen Bem\u00fchungen sind jedoch bisher kl\u00e4glich gescheitert.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich hat \u00d6sterreich ein massives Interesse seinen Schienenverkehr \u00fcber Deutschland (Rosenheimer Spange) abzuwickeln Der Staatsvertrag von 2012 sieht hier eine Regelung vor. Ebenso ist eine regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfung des Bedarfs im Staatsvertrag verankert. Dieser Bedarfsnachweis ist bis heute nicht erfolgt. Im Staatsvertrag ist auch eine K\u00fcndigungsklausel enthalten. Offensichtlich waren die Vertragsparteien sich damals schon nicht sicher, was sie von dem Staatsvertrag halten sollten.<\/p>\n<p>Der Brenner Basistunnel ist ein kritisches Infrastrukturprojekt bei dem der Bedarfsnachweis und volkswirtschaftliche Nutzen auch nicht plausibel nachgewiesen sind. 2014 hat die europ\u00e4ische Kommission ein Update \u00fcber die Investitionen des Brenner-Basistunnels durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.europarl.europa.eu\/thinktank\/en\/document.html?reference=IPOL_STU(2014)529081\">http:\/\/www.europarl.europa.eu\/thinktank\/en\/document.html?reference=IPOL_STU(2014)529081<\/a><\/p>\n<p>Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Nutzen Kosten Analyse vor der Wirtschaftskrise 2009 durchgef\u00fchrt wurde und eine aktuelle Verkehrsanalyse aus dem Jahr 2012 bisher noch nicht ver\u00f6ffentlicht wurde. Weiterhin berichten die Autoren dass das Projekt Brenner Basistunnel in \u00d6sterreich und Italien nicht aufgrund der Nutzen Kosten Analyse sondern als politische, willk\u00fcrliche Entscheidung durchgesetzt wurde. Hierbei stellt sich die Frage warum werden aktuelle Verkehrsanalysen nicht ver\u00f6ffentlicht? Besteht die Gefahr, dass die Daten der politischen Entscheidung widersprechen? Hat sich durch die Wirtschaftskrise 2009 die Nutzen Kosten Analyse so verschlechtert dass das Projekt heute volkswirtschaftlich nicht sinnvoll ist?<\/p>\n<p>Der europ\u00e4ische Rechnungshof sieht in einem Sonderbericht zu den Hochgeschwindigkeitsstrecken in Europa keine Notwendigkeit f\u00fcr eine Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen M\u00fcnchen und Verona.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.eca.europa.eu\/Lists\/ECADocuments\/SR18_19\/SR_HIGH_SPEED_RAIL_DE.pdf\">https:\/\/www.eca.europa.eu\/Lists\/ECADocuments\/SR18_19\/SR_HIGH_SPEED_RAIL_DE.pdf<\/a><\/p>\n<p>Alle Politiker und Fachleute in \u00d6sterreich die eine Klage zur Umsetzung des Staatsvertrags in Betracht ziehen, sollten sich zun\u00e4chst mal an die eigene Nase fassen, ob sie in den letzten 20 Jahren die richtige Verkehrspolitik gemacht haben. Insbesondere sollten Sie sich die Frage stellen sind die Bewertungsverfahren f\u00fcr Infrastrukturma\u00dfnahmen wie Brennerbasistunnel und Brenner Nordzulauf \u00fcberhaupt geeignet den Bedarf und den volkswirtschaftlichen Nutzen nachzuweisen.<\/p>\n<p>Verb\u00e4nde und Initiativen haben sich bereits auf den Weg gemacht der Bev\u00f6lkerung im Inntal, ihren Kindern und zuk\u00fcnftigen Generationen, eine demokratische Stimme zu geben. In Anbetracht der enormen Kosten finanziert durch Steuergelder muss es dem B\u00fcrger m\u00f6glich sein, auf demokratische Weise zu hinterfragen ob die politischen Entscheidungen korrekt sind. Es kann nicht sein, dass die per Wahl bestimmten Mandatstr\u00e4ger einen Freibrief f\u00fcr Entscheidungen haben.<\/p>\n<p>Ohne Bedarf und Nutzen f\u00fcr die Region Inntal wird es auf bayerischer Seite keine breite Zustimmung \u00a0gegeben. Eine dauerhafte Zerst\u00f6rung des Inntals ist ohne plausible Rechtfertigung nicht hinzunehmen. Dar\u00fcber sollten sich die Europapolitik und die L\u00e4nderpolitik im Klaren sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Bericht Meinbezirk.at Kufstein vom 18.10.18. DB &amp; \u00d6BB: &#8222;Wir k\u00f6nnen das BBT-Zulauf-Projekt nur gemeinsam weiterbringen&#8220; &nbsp; Der durch DB und \u00d6BB geplante Brenner -Nordzulauf mit einer Hochgeschwindigkeitstrasse durch das bayerische Inntal ist nicht notwendig. Tats\u00e4chlich glaubt die DB und \u00d6BB mit der Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplanes w\u00e4re der Bedarf des Brenner-Nordzulaufes eindeutig nachgewiesen. 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